Gebrochene Herzen Book Cover

    Angaben zum Buch

  • Erscheinungsdatum: 1. Dezember, 1990
  • Verlag: Krösus Verlag
  • Sprachen: Deutsch, Italienisch, Estnisch, Japanisch,
  • Lieferbar als: Gebunden, Taschenbuch, Hörbuch,
  • Format: 18.8 x 11.4 cm , 272 Pages
  • ISBN: 978-3688107902

Gebrochene Herzen oder Mein erster bis elfter Mord

Gebrochene Herzen Book Cover

    Angaben zum Buch

  • Erscheinungsdatum: 19901201
  • Verlag: Krösus Verlag
  • Sprachen: Deutsch, Italienisch, Estnisch, Japanisch,
  • Lieferbar als: Gebunden, Taschenbuch, Hörbuch,
  • Format: 18.8 x 11.4 cm , 272 Pages
  • ISBN: 978-3688107902
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Milena Moser führt uns Frauen vor, die vor nichts zurückschrecken: Sie zerren betrunkene Männer heim, schubsen Französischlehrerinnen vor den Bus, fahren dauerbesetzte Telefonkabinen um, ersticken übelriechende Dicke. Aus nichtigem Anlaß. Wegen eines Mißverständnisses. Aus Liebe.

Wer hat das nicht schon mal gedacht: Ich könnte dich umbringen! Was, wenn wir diesen Gedanken jedes Mal in Tag umsetzen würden? Ohne die geringste Konsequenz zu fürchten?

Dieses Gedankenspiel inspirierte Milena Mosers erste Sammlung von Kurzgeschichten. Sie schlug in der Schweiz ein wie eine Granate, empörte und begeisterte gleichermassen. Darf man so schreiben? Darf eine Frau sich so etwas ausdenken? Dieses Buch hat die Schweizer Literatur aufgerüttelt und nachhaltig verändert.


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Leseprobe

Meinen ersten Mord beging ich mit dreizehn. Es war so ein Tag an dem mir der Himmel auf den Kopf fiel. Das passierte mir immer wieder. Regelmäßig. Nicht gerade Mord natürlich, aber Tage, an denen ich morgens als erstes aus dem Bett fiel und mir den Fuß verstauchte, meine Lieblingsbluse nicht fand, dafür einen neuen Pickel entdeckte, mit meiner Mutter stritt und mit dem Kamm in meinen Haaren hängenblieb. Ich schien das geradezu anzuziehen.

Dabei hatte ich an diesem speziellen Tag nicht unbedingt vor, einen Mord zu begehen. Der Tag begann in der oben beschriebenen Weise, mit dem zusätzlichen Vergnügen, daß ich den Wecker nicht gehört hatte. Es war ein Mittwoch im Juni, das Wetter war wunderbar, ich würde zu spät zur Schule kommen. Das kümmerte mich nicht weiter. Ich haßte die Schule. Ich haßte die ganze Welt. Ich haßte mich selbst.

Es ist eigentlich erstaunlich, daß nicht mehr Morde von unglücklichen Dreizehnjährigen begangen werden.

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